Projekte des Innovationspreises 2026

Auf dieser Seite finden Sie 24 Projekte, die für den INSOS Innovationspreis in den Kategorien «Methoden für Grenzüberwindung»; «Inklusion und Transformation», und «digitale Lösungen» nominiert wurden. Jetzt können Sie Ihren Favoriten wählen, in dem Sie auf den Gefällt-mir-Button klicken.

INSOS bestimmt am 17. August die drei finalen Nominationen pro Kategorie (insgesamt 9 Projekte) und berücksichtigt dabei gleichwertig sowohl das Abstimmungsergebnis als auch die Vielfältigkeit.

Die Vertretenden der 9 Projekte werden an den INSOS-Kongress eingeladen und erhalten die Möglichkeit, die kollektive Intelligenz vor Ort für ihr Projekt zu nutzen. Am zweiten Kongresstag bestimmt das Publikum das Gold-, Silber- und Bronze-Gewinnerprojekt.

BegägnigSchaffe – Wenn Grenzen zwischen Institution und Gesellschaft verschwinden

Im Projekt BegägnigSchaffe verlässt eine Gruppe von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf gemeinsam, sozialpädagogisch begleitet den geschützten Rahmen und übernimmt in Betrieben, Schulen und der Nachbarschaft einfache, sinnvolle Aufgaben. Der Wert liegt in der Begegnung: Ein echtes «Danke» von aussen schafft soziale Kontakte auf Augenhöhe. Inklusion entsteht nicht durch Konzepte, sondern durch konkrete, wiederholende Begegnungen im Alltag.

Das Projekt BegägnigSchaffe überwindet die unsichtbare Grenze zwischen «drinnen» und «draussen», indem es echte Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht, ausserhalb von Betreuungsstrukturen, mitten in der Gesellschaft. Diese Begegnungen im Alltag bauen Vorurteile ab und lassen ein neues Miteinander entstehen.

Integra, die Stiftung im Freiamt

Begegnungsschmiede – Gemeinsam die Vielfalt feiern, über Grenzen hinweg

Was passiert, wenn Menschen mit unterschiedlichen Lebenswelten zusammen Begegnungen schmieden? Bei diesem Projekt des Vereins Chupferhammer entstehen Ideen für mehr Miteinander. Eine erste Aktion «Chunsch z’Tisch?» bringt Freude und Farbe in den öffentlichen Raum. Seit Januar werden im Atelier kreative Tische gestaltet. Im September wächst daraus eine lange Tafel (Tavolata) – mitten im Quartier. Bei einem leckeren Essen überwinden wir Grenzen. Wir feiern die Vielfalt, Gemeinschaft, das Leben!

Die Begegnungsschmiede zeigt: Wenn Menschen mit und ohne Behinderungen sich nicht nur als Zielpublikum, sondern als Mitgestaltende begegnen und zusammen nachdenken und feiern, werden Unterschiede sicht- und erlebbar – und im direkten Miteinander überwunden.

Verein Chupferhammer

Die Ausbildung als Assistent:in Gesundheit und Soziales – Pflegebedürftige werden zu Pflegenden

Die dreijährige Ausbildung als Assistent:in Gesundheit und Soziales bietet Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, sich in den Bereichen Massagen, Aktivierung oder Pflege ausbilden zu lassen.

Die Integration in Regelklassen der Berufsschule, die individuelle Betreuung und Praxisphasen in Pflegeeinrichtungen ermöglichen nach der Ausbildung den Zugang zum Arbeitsmarkt und den Erwerb finanzieller Unabhängigkeit dank des Soziallohns, wobei die von den Sozialversicherungen garantierten Renten erhalten bleiben.

Menschen mit Behinderungen sind es gewohnt, das Sozial- und Gesundheitswesen als Patient:innen zu erleben. Durch diese Ausbildung werden sie zu vollwertigen Akteur:innen, die sogar andere Menschen pflegen und begleiten und sich damit den Wunsch erfüllen können, selbst etwas Nützliches zu tun.

Dank dieses Bildungsangebots überwinden sie drei grosse Hürden: Sie erhalten Zugang zu einer Ausbildung, die ihren Wünschen entspricht, sie integrieren sich in Regelklassen der Berufsschule und haben schliesslich Zugang zur Arbeitswelt, erlangen finanzielle Unabhängigkeit und üben gleichzeitig eine Tätigkeit aus, die ihnen Freude bereitet.

Centro professionale sociosanitario

Mit DigitALL Grenzen bei der Unternehmenskommunikation überwinden – Infos individuell angepasst sowie personen- und zeitunabhängig zugänglich machen.

Mit DigitALL werden Informationen digital, niederschwellig und an die sprachlichen Möglichkeiten der Nutzenden angepasst und verfügbar gemacht. DigitALL ist aktuell ein Prototyp, der in Zusammenarbeit mit Klient:innen entwickelt und angepasst wurde. Die Navigation wurde vereinfacht und ein grosser Schwerpunkt lag bei der Auswahl der passenden Sprachmodalität. Als Internetseite ist das Tool auch auf mobilen Geräten verfügbar. Die Themenbereiche wurden aufgrund von Interessen und Bedürfnissen ausgewählt.

DigitALL ermöglicht es Klient:innen, Informationen unabhängig von Ort, Zeit und Fachpersonal zu erhalten. Gleichzeitig wird mit DigitALL die sprachliche Barriere abgebaut: Informationen sind in verschiedenen sprachlichen Modalitäten (Leichte Sprache, Standardsprache, Vorlesen, Unterstützte Kommunikation UK, Videos/Bilder) verfügbar.

Stiftung zuwebe

Partizipative Leitung: ein neuer Weg hin zu einer Organisation, die die Mitwirkung aller Mitarbeitenden und Bewohnenden fördert

Die Stiftung Foyer-Handicap hat einen partizipativen Weg eingeschlagen, um ihre Organisation weiterzuentwickeln und die Teilhabe aller Bewohnenden und Mitarbeitenden unabhängig von ihrem Status (Betreuung oder angepasste Beschäftigung) zu stärken. Dieses inklusive zwischenmenschliche Abenteuer, das sich an den Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention orientiert, verändert die individuellen Einstellungen der Akteure, indem es den Schwerpunkt auf das Zusammenleben legt. Pläne für eine Personalcharta, eine Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten sowie für das Lernen aus Fehlern tragen dazu bei, diesen Ansatz im Alltag der Mitarbeitenden und Bewohnenden zu verankern.

In der Praxis wurde diese Organisation bei der Leitung eines Bauprojekts für ein neues Gebäude der Stiftung in einem innovativen Quartier der Stadt Genf getestet, das im Sommer 2027 eingeweiht werden soll. Ziel ist es, unseren Mitarbeitenden zu vermitteln, dass sie einen sinnvollen Beitrag leisten, und die Handlungsmöglichkeiten der Bewohnenden durch die Beteiligung an einem gemeinsamen Projekt zu fördern.

Dieses Projekt verleiht den Mitarbeitenden und Bewohnenden grössere Möglichkeiten, langfristige Projekte zu gestalten, und trägt dazu bei, die Entscheidungsebenen innerhalb der Organisation sowie den Umfang des selbstbestimmten Handelns zu hinterfragen.

Fondation Foyer-Handicap

Jede Stimme zählt: mitmachen, mitentscheiden, sich uneingeschränkt Gehör verschaffen

Wäre es nicht gut, wenn jeder Mensch selbst sagen könnte, wie es ihm in seinem Leben geht? Die Fovahm und die Universität Freiburg haben ein Tool in leicht lesbarer und verständlicher Sprache entwickelt, mit dem Menschen mit geistiger Behinderung ihre Lebensqualität selbst einschätzen können. Unser Projekt hat zum Ziel, dieses Tool zu digitalisieren und dabei Vorlesefunktionen, Audiokommentare sowie eine langfristige Nachverfolgung zu integrieren, um den Nutzenden mehr Handlungsspielraum, Selbstbestimmung und Raum für ihre eigene Stimme zu geben.

Kommunikationsschwierigkeiten und das Fehlen geeigneter digitaler Hilfsmittel schränken Menschen mit geistiger Behinderung bei ihrer direkten Meinungsäusserung häufig ein. Unser Projekt ermöglicht es ihnen, sich selbstständig und barrierefrei zu äussern, und überwindet so diese Hindernisse. Es trägt dazu bei, dass ihre Stimme bei sie betreffenden Entscheidungen stärker berücksichtigt wird.

Fovahm

Fridai: Mehr Zeit für Menschen, weniger Zeit für Berichte

Sozialadministration kostet zu viel Zeit. Zeit, die Menschen mit Unterstützungsbedarf dringend bräuchten. Fridai ist eine neuartige und vielseitige KI-Plattform, die genau hier ansetzt: Sie bietet signifikant mehr Effizienz beim Erstellen von Journal- und Beobachtungsnotizen, Umwandlung von Gesprächsaufnahmen in Zusammenfassungen, ein neues innovatives Berichtsmodul und ein integriertes Wissensmanagement. Das schafft neue Freiräume, damit Sozialunternehmen wieder mehr Zeit für die Betreuung der Menschen haben.

Fridai macht eine Grenze sichtbar, die im Alltag sozialer Institutionen oft still akzeptiert wird: Gute Begleitung verliert Raum, wenn Administration immer mehr Zeit verlangt. Die App stellt diese Grenze infrage und hilft sie zu überwinden, indem sie Fachpersonen durch KI entlastet und ihnen mehr Zeit für ihre eigentliche Mission gibt: Menschen begleiten, betreuen und fördern.

Brüggli Admedia AG

Vom Atelier zu neuen Perspektiven: Gemeinsam mit Tieren Grenzen überwinden

Der Biohof Heugabel ist ein Angebot der Tagesstätte des glarnerstegs und eröffnet Menschen mit kognitiven und mehrfachen Beeinträchtigungen einen Ort, an dem sie dazugehören, mitgestalten und wachsen können. Die Begegnung mit den Tieren, die Arbeit auf dem Kräuter- und Gemüseacker sowie das Erleben der Natur schaffen vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen und Neues zu entdecken. Dabei entstehen Vertrauen, Freude und echte Erfolgserlebnisse. So werden individuelle Stärken sichtbar, neue Perspektiven eröffnet und Teilhabe im Alltag erlebbar.

Der Biohof Heugabel zeigt, dass viele Grenzen weniger in den Fähigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen liegen als in den Erwartungen ihres Umfelds. Durch sinnstiftende Aufgaben, den Kontakt mit Tieren und die aktive Teilhabe am Hofalltag werden diese Grenzen sichtbar, in Frage gestellt und durch konkrete Erfolgserlebnisse überwunden. Daraus wachsen Selbstvertrauen und neue Perspektiven.

glarnersteg

Grenzverletzungen sichtbar machen – Grentis als Schlüssel zu Transparenz, Professionalität und Prävention.

Grentis ist eine Software zur strukturierten Erfassung, Dokumentation und Auswertung von Grenzverletzungen. Leistungsnutzende und Fachpersonen können Ereignisse einfach melden. Diese werden gemeinsam bearbeitet, dokumentiert und ausgewertet – und bilden die Grundlage für gezielte Präventionsmassnahmen. Grentis stärkt die Melde- und Hinschaukultur, sichert den Datenschutz und fördert nachhaltige Qualitätsentwicklung.

Durch individuelle Zugriffssteuerung für jede Meldung wird die gemeinsame Dokumentation ermöglicht und vereinfacht. Dadurch entsteht eine fundierte Grundlage, um Situationen zu reflektieren, bestehende Praktiken zu hinterfragen und den Umgang mit Grenzverletzungen nachhaltig zu verbessern.

Erfolgsmanufaktur

Gruppe HELP, Arbeitsagogik bei HOCH Health Ostschweiz am Standort Kantonsspital St. Gallen

Als Teil der Abteilung Grünanlagen & Areal bieten wir breitgefächerte Dienstleistungen an und leisten in vielen Bereichen am Kantonsspital St. Gallen tatkräftige Unterstützung. Abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kantonsspitals St. Gallen sorgen wir für einen sauberen und gepflegten Campus. Ein Bestandteil der Aufgaben ist die Sicherheit im Winter.

Personen mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen arbeiten in der Gruppe HELP. Die Tätigkeiten im unternehmerisch orientierten Umfeld müssen so angepasst werden, dass die Arbeiten termingerecht erledigt werden können.

Dem Trend der Durchmischung von normalen und geschützten Arbeitsplätzen möchte das Projekt eine professionelle, arbeitsagogische Anleitung entgegenhalten. Mit dieser Form der Inklusion kann auf die entsprechenden Fähigkeiten der Mitarbeitenden besser eingegangen werden und sie bietet einen geeigneten Rahmen, um Mitarbeitende mit ausgeprägtem Bedarf fördern zu können.

HOCH Health Ostschweiz

«Helping Hands» bei Roche: Inklusion im Grossformat

Mit «Helping Hands» schafft die Stiftung WohnWerk gemeinsam mit Roche integrative Arbeitsplätze im ersten Arbeitsmarkt. Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen übernehmen eigenverantwortlich Aufgaben im regulären Unternehmensalltag. Durch angepasste Arbeitsprozesse, digitale Hilfsmittel und individuelle Begleitung entstehen echte Teilhabe, Selbstständigkeit und Begegnungen auf Augenhöhe. Das Projekt orientiert sich an der UN-BRK und macht sichtbar, wie berufliche Teilhabe konkret gefördert werden kann.

«Helping Hands» hinterfragt die Vorstellung, dass Menschen mit Beeinträchtigungen nur in geschützten Arbeitsumfeldern tätig sein können. Das Projekt zeigt, dass die eigentliche Grenze oft nicht bei den Menschen liegt, sondern in den Strukturen, und dass diese erfolgreich verändert werden können.

Stiftung WohnWerk

Das innovative Wohn- und Arealkonzept zum Abbau institutioneller Grenzen

«iwaz NEXT LEVEL» sieht Inklusion und Teilhabe als ein Prozess. Dieser beginnt mit der Begegnung, die Raum für Interaktion und gegenseitiges Verständnis fördert. Wir schaffen alltägliche Begegnungsräume ohne Etikettierung für Menschen mit und ohne Behinderungen in den Bereichen Gastronomie & Events, Industrie & Dienstleistungen sowie Ausbildung.

Damit bauen wir institutionelle Grenzen und deren «Sonderräume» ab – für Inklusives Wohnen, Arbeiten, Ausbilden und Zusammenleben, eben iwaz.

Wir bauen institutionelle Grenzen ab durch durchmischte Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten für eine normalisierte und alltägliche Begegnung.

iwaz – Das Sozialunternehmen

MenschenNah – wo Mauern fallen, wächst Selbstbestimmung

MenschenNah bringt sexualpädagogische Beratung, Aufklärung und Begleitung mobil zu Menschen mit Beeinträchtigung, dorthin, wo sie leben: in Organisationen, zuhause, im Alltag. So entstehen Räume, in denen Sexualität offen, respektvoll und ohne Scham Platz hat. Peer-Expert:innen bringen eigene, wichtige Erfahrungen ein und stärken die Selbstbestimmung. Was, wenn Ihnen Ihre Sexualität abgesprochen werden würde?

MenschenNah überwindet die Grenze zwischen Anspruch und Alltag: Sexualität gilt für Menschen mit Beeinträchtigung formal als Grundrecht, bleibt aber oft unausgesprochen. Mobil und mit Peer-Expert:innen auf Augenhöhe macht MenschenNah Selbstbestimmung konkret erlebbar, statt nur theoretisch möglich. Wann können wir zu Ihnen kommen?

Jan Schirmer Sexualpädagogik -Sexualität trotz Beeinträchtigung-

ManK – Mehr als nur Klettern: Die Freiheit, selbst zu entscheiden, was möglich ist

In der Schweiz werden 1 Millionen Menschen mit Behinderungen vom aktiven Sport ausgeschlossen. ManK – Mehr als nur Klettern – ändert das: Menschen mit und ohne Behinderungen klettern gemeinsam und sichern einander. Es entsteht eine inklusive Gemeinschaft. Doch ManK geht noch weiter. Das Kompetenzzentrum für Bewegung, Gesundheit, Prävention, Therapie und Inklusion begleitet Menschen mit unterschiedlichsten mentalen, sozialen und körperlichen Voraussetzungen. Ergebnis: Mehr Lebensqualität für alle.

Unsere langjährige Erfahrung zeigt: Das Potenzial der Menschen ist oft viel grösser als die Grenzen, die ihnen zugeschrieben werden. Entscheidend ist nicht die Voraussetzung eines Menschen, sondern ob ihm die Möglichkeit gegeben wird, teilzuhaben und sich zu entwickeln.

ManK GmbH (Mehr als nur Klettern)

500 Mal Grenzen überwunden: mitschaffe.ch bringt Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt

mitschaffe.ch ist die erste Personalagentur der Schweiz, die als Social Entrepreneur Menschen mit Behinderungen konsequent in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt – und nicht in Sonderbetriebe. Seit 13 Jahren wählen über 500 Menschen selbst, wo sie arbeiten möchten: im Hotel, in der KITA, an der Tankstelle, auf dem Bauernhof oder in einer Grossbank – immer mit dem Ziel: echte Wahlfreiheit und gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben zu fördern.

mitschaffe.ch überwindet die unsichtbare Grenze zwischen dem 2. und dem 1. Arbeitsmarkt. Menschen mit Behinderungen sind keine Objekte der Fürsorge, sondern selbstbestimmte Arbeitnehmende mit grossem Potential für die Schweizer Arbeitswelt.

mitschaffe.ch

Ein Schalter nur für Dich – Junge Erwachsene auf ihrem Weg in eine chancengerechte Zukunft begleiten

Der Übergang vom jungen Erwachsenenalter zum selbstständigen Erwachsenen ist, nicht nur für Heim- und Pflegekinder, eine Mammutaufgabe. Wer fängt diese Jugendlichen auf, wenn das System sie mit 18 Jahren entlässt? Das Projekt NEVER WALK ALONE schliesst diese kritische Lücke im Kanton Aargau. Wir bieten jungen Erwachsenen und insbesondere Care Leaver:innen, unbürokratische, orts- und zeitunabhängige Beratung und Begleitung, emotionale Rückendeckung und ein starkes Netzwerk. Damit niemand diesen Weg allein gehen muss.

Der Chancengerechtigkeit junger Erwachsener bei der Bewältigung von Übergängen sind strukturelle Grenzen gesetzt. NEVER WALK ALONE gleicht diese Grenzen aus, indem das Projekt sicherstellt, dass alle jungen Erwachsenen im Kanton Aargau, die ihren Weg nicht allein gehen wollen, bedingungs- und kostenlose sowie bedarfsgerechte Beratung, Begleitung und damit umfassende Unterstützung im Sinne öffentlicher Elternschaft erhalten.

NEVER WALK ALONE – Leaving Care Aargau

Tabu brechen und Versorgungslücken angehen: Palliative Care für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen.

Sterben betrifft alle, auch Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. In diesem Projekt wurde erstmals ein Palliative Care-Versorgungskonzept mit konkreten Handlungsempfehlungen für Fachpersonen und Institutionen in der Ostschweiz entwickelt. Zudem wurden zusammen mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen Tools entwickelt, damit sie bei Gesundheitsvorsorge, Sterben und Tod mitbestimmen können. Kurz gesagt: Selbstbestimmung, Empowerment und Würde bis ans Lebensende – für alle.

Wir haben Hilfsmittel entwickelt, um Hemmungen und Unsicherheiten bei den Themen Sterben und Tod abzubauen. Zudem schaffen wir ein professions-, institutions- und länderübergreifendes Netzwerk für eine optimierte Palliative Care-Versorgung für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen.

OST - Ostschweizer Fachhochschule

plimplom – Die Brücke zur digitalen Teilhabe

plimplom ist eine barrierefreie Lern- und Kommunikationsplattform für Menschen mit Behinderungen. Sie ermöglicht, digitale Medien sicher zu nutzen, Freundschaften aufzubauen und soziale Kontakte selbstbestimmt zu pflegen. Mit Metacom-Symbolen, einfacher Sprache und einer intuitiven Benutzerführung unterstützt plimplom eine möglichst selbständige und unabhängige Nutzung digitaler Kommunikation. Als geschützter Lernraum fördert die Plattform Medienkompetenz und digitale Selbstständigkeit. Ziel ist nicht die Abschottung, sondern die Befähigung zur aktiven Teilhabe an der digitalen Gesellschaft und an bestehenden sozialen Netzwerken.

Viele Menschen mit Behinderungen sind von digitalen Kommunikationsmöglichkeiten ausgeschlossen. plimplom hinterfragt diese digitale Ungleichheit und schafft einen barrierefreien Lernraum, in dem Medienkompetenz, Selbstvertrauen und soziale Teilhabe aufgebaut werden können. So wird digitale Inklusion Schritt für Schritt möglich.

plimplom GmbH

Mit Freizeitbegleitung für alle auch unsichtbare Barrieren überwinden

Eine Plattform soll Menschen mit und ohne Handicap für gemeinsame Freizeitaktivitäten zusammenbringen und für aktives, gemeinsames Unterwegssein motivieren. Menschen mit Behinderungen sollen bei Freizeitaktivitäten entsprechend ihrer Interessen und Bedürfnisse von Freiwilligen begleitet werden. Damit wird ein grosser Beitrag zur sozialen Teilhabe und Gleichstellung sowie der Gesundheitsförderung geleistet. Freiwillige werden für das Thema Behinderung sensibilisiert und geschult und leisten gleichzeitig selbst etwas für ihre persönliche Gesundheit und soziale Teilhabe.

Die Plattform schafft Begegnungen auf Augenhöhe und ermöglicht Menschen mit und ohne Behinderungen, bestehende Berührungsängste und Vorurteile abzubauen. Durch gemeinsame Freizeitaktivitäten werden individuelle Grenzen sichtbar, hinterfragt und gemeinsam überwunden, wodurch soziale Teilhabe und Inklusion gestärkt werden.

Procap Schweiz

Dafür setzt sich sebit schweiz ein: Bildung und Weiterbildung ist wichtig, auch für Menschen mit Behinderungen

sebit schweiz erbringt seit bereits erfolgreichen neun Jahren Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderungen. Bildung ist für alle Menschen wichtig. sebit kann zusätzlich zu dem individuellen Nutzen pro teilnehmender Person auch den finanziellen Nutzen vorweisen. Bildung lohnt sich. Wir bieten die Modulausbildung zum Selbstständigen Leben an und wir engagieren uns, zum Beispiel mit inklusiven Sensibilisierungsangeboten für soziale Organisationen und Kantone. Diese inklusiven Sensibilisierungsangebote helfen dabei, die Behindertenrechtskonvention umzusetzen.

Denken wir in der Gesellschaft, in der Politik, in Unternehmungen und sozialen Organisationen das Thema Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen für Menschen mit Behinderungen mit? Wir von der sebit schweiz denken, das passiert noch nicht in ausreichendem Masse, wie von der UN-BRK vorgesehen. Menschen mit Behinderungen haben das Recht auf Informationen und Bildungsangebote, so dass auch sie in ihrem Leben davon profitieren können.

sebit schweiz

Arbeit neu denken – Grenzen im Kopf überwinden

Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen haben gemäss UN-BRK das Recht auf Arbeit und Bildung. Doch oft begrenzen gesellschaftliche Vorstellungen und starre Rahmenbedingungen von Arbeit ihre Möglichkeiten. Mit unserem Projekt hinterfragen wir diese Grenzen. Wir entwickeln eine Tagesstruktur, die individuelle Fähigkeiten und Selbstbestimmung ins Zentrum stellt. Unser neues Tagesstrukturleitbild steht. Nun schaffen wir konkrete Pilotprojekte, die zeigen, wie Arbeit für alle neu gedacht werden kann.

Wir machen sichtbar, dass die grösste Grenze oft nicht im Menschen liegt, sondern in unseren Vorstellungen von Arbeit. Indem wir Arbeit neu denken, schaffen wir neue Möglichkeiten. Die spannendste Frage liegt noch vor uns: Was entsteht, wenn wir Arbeit konsequent von den Fähigkeiten, Interessen und Möglichkeiten eines Menschen her denken? Die Antworten darauf entwickeln wir in den kommenden Wochen gemeinsam in konkreten Pilotprojekten.

Stiftung Ilgenhalde

«Alle zusammen! Die erste gemeinsam entwickelte gewerkschaftliche Weiterbildung für Personalvertreter:innen mit Behinderung»

Jeder Mensch muss seine Rechte verteidigen können. Dank einer innovativen und inklusiven Methode bieten Travail.Suisse Formation, Syna und INSOS die erste gewerkschaftliche Weiterbildung für Personalvertreter:innen mit Behinderung an. Die Weiterbildung wurde von A-Z gemeinsam von Fachleuten und Betroffenen entwickelt. In neun Modulen lernen Sie, Konflikte zu lösen, Ihre Kompetenzen auszubauen und Ihre Rechte kennen. Lassen Sie uns gemeinsam für Inklusion eintreten!

Dieses Projekt gibt den Personalvertreter:innen Instrumente an die Hand, um sich über ihre Kompetenzen, Rechte und Pflichten zu informieren und Konflikte zu lösen. Dadurch lassen sich einige Grenzen überwinden, und gleichzeitig werden die Inklusion und die Autonomie der Menschen gestärkt.

Travail.Suisse Formation

Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen: Überwindung der Hindernisse für den freien Zugang zum regulären Arbeitsmarkt.

Nach schweizerischem Recht haben Menschen mit Beeinträchtigungen das Recht auf freie Berufswahl. Derzeit sind Menschen mit Beeinträchtigungen häufig auf den ergänzenden Arbeitsmarkt beschränkt, insbesondere weil in Unternehmen auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Stellen angeboten werden. Unsere Forschung zielt darauf ab, die Auswirkungen der Beschäftigung von Mitarbeitenden mit Beeinträchtigungen auf das soziale Klima und die Soft Skills von Mitarbeitenden ohne Beeinträchtigungen zu messen. Unsere Hypothese: Die Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen kann sich positiv auf das gesamte Unternehmen auswirken.

Diese Studie wird erstmals die Auswirkungen der Einstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen auf das soziale Klima und die Soft Skills untersuchen – zwei Säulen der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Teams. Indem die Studie diese bislang kaum erforschten Effekte aufzeigt, kann sie Unternehmen einen pragmatischen Grund liefern, Menschen mit Beeinträchtigungen einzustellen und so Hindernisse für Inklusion und die freie Berufswahl abbauen.

Université de Fribourg

Grenzen überwinden – Inklusion gemeinsam erleben, verstehen und weitergeben

Inklusion beginnt dort, wo sie Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam gestalten. In unserem Workshop zum Thema Inklusion wird praxisnahes Wissen vermittelt und die Teilnehmenden entwickeln Methoden und Werkzeuge für Alltag und Beruf. Der Workshop wurde von einem Team Menschen mit und ohne Behinderungen konzipiert und wird im Tandem geleitet. So wird Inklusion nicht nur erklärt, sondern direkt erlebbar. Ziel ist es, die Grundlagen der Inklusion zu verstehen und neue Ideen umzusetzen, sowie in Organisationen und Netzwerke zu tragen.

Vielfalt birgt ungenutztes Potenzial – unser Workshop hilft, es zu erkennen und zu nutzen. Teilnehmende lernen, wie echte Teilhabe gelingt und welche Chancen entstehen, wenn alle Menschen gleichberechtigt mitwirken können.

Stiftung Brändi